St. Albanteich

Der St. Albanteich (Dalbedyych im lokalen Dialekt) ist ein mittelalterlicher Gewerbekanal in Basel. Er lädt mit seiner über vier Kilometer langen Promenade zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Er prägt eines der wichtigsten Naherholungsgebiete der Stadt und verleiht dem ehemaligen Mühlenviertel im St. Alban-Tal seinen besonderen Reiz.

Bei aller Idylle ahnt man kaum, welch zentrale Rolle das unscheinbare Gewässer in der Geschichte und Entwicklung der Stadt gespielt hat.
Der Dyych trieb Dutzende von Mühlrädern an und war damit jahrhundertelang der wichtigste Energieträger der Stadt.

Unterschiedlichste Gewerbe nutzten seine Kraft:

Kornmühlen, Sägewerke, Hammerschmieden oder Walken.

Und es waren die Papiermühlen im St. Alban-Tal, die wesentlich zur kulturellen Blüte Basels im späten 15. Jahrhundert beitrugen.

Genutzt wurde der St. Albanteich auch als Wasserweg: Auf ihm wurde ein Grossteil des Bau- und Brennholzes in die Stadt geflösst.

Zwar ist das genaue Datum der Entstehung des St. Albanteiches nicht exakt belegt, aber seit Mitte des 12. Jahrhunderts existieren Nachweise für den Betrieb der ersten Mühlen am Dyych. Da die Korporation für die Nutzung des St. Albanteiches (Dyychkorporation) verbrieft im Jahr 1336 gegründet wurde findet sich im Logo der Hinweis “syt 1336”.

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